Blog Fakten über FFP2 - und Hygienemasken

Seit dem 25. Januar ist die erweiterte Maskenpflicht für FFP2-Masken in Österreich und einigen europäischen Nachbarländer in Kraft getreten.

FFP2-Masken können mehr als 94 Prozent der Partikel in der Umgebungsluft auffangen. In der Maske befindet sich eine spezielle Filterschicht (Vlies), die elektrostatisch aufgeladen ist. So können nicht nur größere Partikel, sondern auch deutlich kleinere Aerosol-Tröpfchen aus der Ein- und Ausatemluft abgefangen werden.

FFP2-Masken gibt es mit und ohne Atemventil. Letztere filtern sowohl die eingeatmete als auch die ausgeatmete Luft. Sie schützen daher nicht nur den Träger, sondern auch andere Menschen im näheren Umfeld. Gerade in Bereichen, wo sich viele Menschen auf engem Raum drängen, senkt eine FFP2-Maske daher das Risiko einer Infektion. Eine Maske mit Ventil dagegen filtert die ausgeatmete Luft nicht und bietet damit deutlich weniger Fremdschutz.

Eine richtig angelegte FFP2-Maske schließt dicht am Gesicht ab.

FFP2-Masken sind dichter als herkömmliche MNS Masken und schützen demnach nicht nur andere vor einer Infektion besser, sondern auch den Träger selbst. Worauf ist beim Kauf einer FFP2-Maske zu achten? Wer sich eine Maske kaufen möchte, die zuverlässigen Schutz bietet, sollte die Angaben auf der Maske überprüfen:

Die wichtigsten Merkmale bei FFP2-Masken: 

- Angabe des Herstellers und eindeutige Kennzeichnung des Modells (Produktname)

- Angabe von Nummer und Jahr der zu Grunde liegenden Norm des Herkunftslandes z.B. EN 149:2001+A1:2009.

- Mit der CE-Kennzeichnung und der vierstelligen Kennnummer für die Zertifizierungsstelle bescheinigt der Hersteller die Einhaltung der europäischen Sicherheitsvorschriften. Die Nummer der Prüfstelle kann auf der Webseite der Europäischen Kommission überprüft werden.

Kennzeichnung NR (not reusable = nicht wiederverwendbar) oder R (reusable = wiederverwendbar)

Gebrauchsanleitung in deutscher oder zumindest englischer Sprache

Haltbarkeit: Achten Sie auf das Ablaufdatum der Maske.

Wichtige Informationen finden Sie unter https://www.bag.admin.ch/

Die Mund-Nasen-Maske ist zu einem Symbol der Corona-Pandemie geworden. Die Pflicht, sie an manchen Orten zu tragen, ist immer wieder Thema von Debatten. In einer über sozialen Media verbreiteten Beitrag wird nun behauptet: «Alle Masken sind nutzlos» (hier archiviert). Als angeblicher Beleg dafür wird auf eine besonders dichte FFP3-Maske verwiesen. In einer Illustration wird der Eindruck erweckt, FFP3-Masken würden das Coronavirus nicht abhalten. Denn FFP3-Masken sollen für Partikel kleiner als 600 Nanometer durchlässig sein, wozu das Coronavirus mit einer Größe von 70 Nanometern zählen soll.

BEWERTUNG: Der Größenvergleich ist irreführend. Das Coronavirus verbreitet sich nicht als einzelnes winziges Partikel, sondern über etwas größere Tröpfchen. Diese haben eine Größe, die von FFP3-Masken abgehalten wird.

FAKTEN: Ein einzelnes Coronavirus ist in etwa 60 bis 100 Nanometer groß. Es kommt aber zumeist nicht einzeln in der Luft vor, sondern ist in Tröpfchen eingeschlossen. Die Größe dieser Tröpfchen variiert zwischen 1000 Nanometern und mehr als 100 000 Nanometern, wie die Bundesanstalt für Arbeitsschutz der Deutschen Presse-Agentur (dpa) mitteilte.

In Tröpfchen von etwa dieser Größe wird das Virus zum Beispiel beim Sprechen verteilt, ausgehustet oder geniest und kann dabei übertragen werden.

Quelle > DPA Fakten